Basis unseres Handelns ist die grundsätzliche Bekenntnis zur Erd-Charta:


„Die Erd-Charta versteht sich als eine inspirierende Vision grundlegender ethischer Prinzipien für eine nachhaltige Entwicklung und sie soll ein verbindlicher Vertrag der Völker auf der ganzen Welt werden. Grundlegend sind die Achtung vor der Natur, die allgemeinen Menschenrechte, soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit und eine Kultur des Friedens.“ (Erd-Charta, 4)


Unsere Ziele:

  • 1kleine Änderung in der bayerischen Verfassung
  • 25.000Unterschriften in der Zulassungsphase

Wer sind wir?

Unsere Struktur:

Eine überparteiliche Bürgerbewegung, die an der Erhaltung unserer Lebensgrundlagen interessiert ist.

Initiiert wurde dieses bayerische Volksbegehren basierend auf der jahrzehntelangen Vorarbeit von Prof. Dr. Klaus Bosselmann. Das Buch "Im Namen der Natur" hat er bereits vor fast 30 Jahren geschrieben. Seitdem treibt er dieses Thema auch international voran und unterstützt dieses Volksbegehren aktiv.

Wir freuen uns über alle Interessenten und Mitstreiter, die bereit sind, sich ebenfalls aktiv einzubringen.

Der Diskurs:

Die in der ökologischen Krise gewonnene Erkenntnis ist die, dass „Gemeinschaft“ auch zwischen Menschen und der Natur gedacht werden muss.

Es stellt eine große Herausforderung an den Diskurs über Gerechtigkeit dar, die Natur einzubeziehen. Kann Natur überhaupt Adressat von Gerechtigkeit sein? Ist Tieren, den Regenwäldern oder der Biosphäre insgesamt Gerechtigkeit geschuldet? Worauf sollte sie sich stützen? Auf ‘Verdienst’, ‘Bedürfnis’, ‘Würde’ oder ‘Eigenwert’?

Ethik und Recht sträuben sich bisher, die Kategorien der Gerechtigkeit auf nichtmenschliche Entitäten anzuwenden. Nur in einem sehr allgemeinen Sinn besteht heute wohl Konsens darüber, dass wir der natürlichen Mitwelt „etwas schuldig“ sind.

Das Ziel:

Der Schutz von Ökosystemen soll integraler Bestandteil aller Entwicklungsinitiativen sein, wobei Handlungsmaßstab nicht etwa die Nutzungsfähigkeit der Naturhaushalte und Ressourcen ist, sondern unmittelbar die biologische Vielfalt und die natürlichen Prozesse, die das Leben erhalten.

Wir möchten es erreichen, die Beweislast der Umweltverträglichkeit einer Aktivität denen aufzuerlegen, die behaupten, ein beabsichtigter Eingriff verursache keine signifikanten Schäden.

Ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung wäre es, die Rechtssubjektivität der Natur anzuerkennen.

Der Entwurf des Volksbegehrens

Wenn man die Verrechtlichung menschlicher Basisinteressen im Normsystem mit der gleichbleibenden Abstraktheit des Schutzgegenstandes »Natur« vergleicht, so liegt der Hauptunterschied darin, daß der menschliche Interessenschutz grundrechtlich garantiert ist. Der Grundrechtskatalog als Ausformung der Rechtssubjektivität des Menschen gibt der Interessenwahrnehmung erst ihr normatives Fundament. Grundrechte sind zwar keine Garantie, wohl aber unverzichtbare Voraussetzung für einen Umweltschutz, der wenigstens das ressourcenökonomische oder ethisch begründete Nutzungsinteresse an der Umwelt berücksichtigt. In dem Maße, wie sie durch Schutznormen, Grenzwertbestimmungen und Gerichtsentscheidungen konkretisiert werden, können Rechte die Interessen durchsetzen. Der Schluss liegt daher nahe, auch der Natur Rechtssubjektivität zuzuerkennen, damit ihr Interessenschutz fassbarer wird. Daher soll die Rechtsfähigkeit der Natur auf dem Wege der Volksgesetzgebung als Grundrecht in der Bayerischen Verfassung festgeschrieben werden.

Hier erscheint in Kürze der Gesetzestext des Volksbegehrens Gesetzestext

Hier erscheint in Kürze die Begründung zum Text des Volksbegehrens Begründung